Juden deportation in Rendsburg

Rendsburg, 28 Oktober 1938. Die Mittagssonne scheint über den altstädter Markt, während Schutzpolizisten mit 11 anderen Personen zusammen um einen Bus stehen. Später wird bekannt, dass es sich um Juden polnischer Herkunft handelt. Bereits seit 1695, in der Zeit in der Schleswig-Holstein zum größten Teil von Dänemark regiert wurde, lebten Juden in Rendsburg. Anfänglich waren die meisten Jüdischen Mitbürger im Stadtteil Neuwerk vertreten, in welchem sie trotz bürgerlichem Widerstand vom Dänischen König die Ansiedlungs-Erlaubnis bekamen. Nach eineinhalb Jahrhunderten besaßen sie bereits eine eigene Schule und es wurde die erste Synagoge errichtet. Obwohl Juden bereits viele Jahre in Rendsburg lebten, schien der Hass auf sie trotzdem nicht auszubleiben, denn im März 1933 bekam die NSDAP 55% der Wählerstimmen in der Region. Daraufhin lebte es sich immer schwieriger als Mensch jüdischen Glaubens, jedoch verblieben dennoch einige wenige in ihrer Heimatstadt. Den verbliebenen 11 wurde 5 Jahre später der weitere Verbleib in Deutschland verwehrt, weshalb sie in ihr Abstammungsland zurückkehren sollten. Der mit „Sonderfahrt“ beschriebene Bus sollte sie in ihre neue Heimat kutschieren, jedoch gab es bürokratische Probleme und ihr Transfer wurde rückgängig gemacht. Zurück in ihrem trauten Heim konnten sie ein paar Monate ruhen bis ihre Reise erneut begann. Diese Reise haben Mathilde Seelenfreund, Jonas Seelenfreund, Max Ring, Regina Kader, Harry Kader, Rosa Fordonski und Jakob Fordonski leider nicht überlebt. Die beiden Kinder Heinz Seelenfreund und Renate Seelenfreund, sowie ihr Onkel Treitel Weisbart wurden nicht von den Nazis getötet

QuelleN

Mitwirkende

  • Karina Kohlberger
  • Mike Süberkrüb
  • Daniel Bachmann

Info für herkömmliche Leser:

Dieser Blogeintrag ist Teil eines Schulprojektes, welches ich mit den in den Credis gelisteten Schulkameraden umsetzte. Arbeitsauftrag war es in irgendeiner Form an die Judenverfolgung in unserer Heimatstadt zu erinnern. Da nach der Auffassung des Lehrers das Projekt als „Sehr gut“ zu bewerten war, entschlossen wir uns nun ca. ein halbes Jahr später, den Artikel auf meinem tatsächlichen Blog zu veröffentlichen und somit zu erinnern.